| In der evangelischen
Trauung spielen drei Aspekte eine Rolle: biblische Texte über
die Gemeinschaft von Mann und Frau, das gegenseitige Versprechen der
Brautleute und der Segen Gottes. So ist der Gottesdienst geprägt
von der Geschichte des Brautpaares, vom Dank über die Liebe zueinander
und von der Bitte um Beistand in schwierigen Zeiten.
Im Zentrum der Trauung steht der Segen Gottes. Den beiden Liebenden
wird in der gottesdienstlichen Feier versichert, dass Gottes Segen
sie in ihrem Wagnis „Ehe“ begleitet. Denn zusammenzuleben
und eine gemeinsame Zukunft zu gestalten, ist nicht leicht. Zum einen
können verschiedene Wünsche und Vorstellungen über
das Zusammenleben nebeneinander stehen, zum anderen erfordert beispielsweise
ein Arbeitsplatzwechsel Flexibilität und kann die Ehe belasten.
Diese Gedanken gehören dazu, wenn man sich entschließt,
sein Leben miteinander zu verbringen. Deshalb bittet das Paar zusammen
mit der christlichen Gemeinde um den Beistand Gottes als Wegbegleitung
durch sein gemeinsames Leben.
Im Traubekenntnis versprechen die Brautleute einander zum Gelingen
der Ehe beizutragen was ihnen möglich ist. Die Ehe ist auf Lebenszeit
angelegt. Dass sie eine dauerhafte Beziehung wollen, machen die Brautleute
im Trauversprechen öffentlich. Sie bringen vor der Festgemeinde
und Gott zum Ausdruck, was sie einander bedeuten und dass sie sich
einander versprechen. Hier haben die bekannten Formulierungen wie „lieben
und ehren“, „in guten und in bösen Tagen“ und „bis
der Tod euch scheidet“ ihren Platz. In der Trauung sollen sich
dir Partner eine lebenslange Bindung bejahen und sich diese gegenseitig
versprechen.
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