Bestattung



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Vorbereitung der Trauerfeier
Rechtzeitig vor der Trauerfeier wird Ihr/e Pfarrer/in mit Ihnen ein Trauergespräch führen. In diesem Gespräch, das meistens im Trauerhaus stattfindet, ist Zeit über alles zu reden was Sie bewegt, aber auch die inhaltliche Gestaltung der christlichen Trauerfeier wird besprochen. Der Pfarrer wird Sie nach dem Leben des/der Verstorbenen fragen. Dies hat zum einen seelsorgliche Gründe, da Sie dadurch zu dem für die Trauerbewältigung wichtigen Erinnerungsprozess angeregt werden. Zum anderen sammelt er dadurch auch Informationen und Eindrücke, um die Trauerfeier so persönlich wie möglich zu gestalten. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, die erzählt werden darf, was davon nicht in die Ansprache des Pfarrers eingehen soll, entscheiden Sie ebenfalls während des Gesprächs.
Zur Gestaltung der Trauerfeier wird auch das geistliche Leben der bzw. des Verstorbenen besprochen. Vielleicht wissen Sie ein Bibelwort, das dem bzw. der Verstorbenen wichtig war (evtl. seinen Tauf- oder Konfirmationsspruch). Dies kann Grundlage für die Traueransprache sein. Sie haben auch die Möglichkeit eigene Wünsche für die Auswahl von Bibelworten oder Liedern zum Trauergottesdienst zu äußern.
Bitte überlegen Sie im Trauergespräch auch, wer zur Trauerfeier eingeladen werden sollte. Wen möchten Sie zu Ihrer Unterstützung in Ihrer Nähe wissen? Und wem sollten Sie Gelegenheit geben, dem verstorbenen Menschen die letzte Ehre zu erweisen und Abschied zu nehmen?

Trauerfeier
Der Gottesdienst, der den Hinterbliebenen in ihrer Situation des Abschieds und der Trauer die Zusage der Nähe Gottes geben möchte, ist zugleich Gemeindegottesdienst. Hier ist Zeit und Gelegenheit für Trauer und Klage, Stille und Fürbitte. Das Leben der bzw. des Verstorbenen kommt in angemessener Weise zur Sprache. Biblische Texte und eine Ansprache stellen den Bezug zwischen dem vergangenen Leben und der bergenden Liebe Gottes her. Ihr Inhalt ist das Gedenken an den eigenen Tod, die Verkündigung der Auferstehung und die Tröstung der Leidtragenden.

Bestattung
Nach der Trauerfeier zieht die Trauergemeinde zum Grab. Hinter dem Kreuz, das als Zeichen für die Hoffnung auf die Auferstehung vorneweg getragen wird, folgen der Sarg, die bzw. der Geistliche und die engsten Angehörigen.
Am Grab nehmen Angehörige mit der ganzen Trauergemeinde endgültig Abschied. Sichtbar vollzogen wird dieses Hergeben des verstorbenen Menschen bei der Erdbestattung durch das Absenken des Sarges. Dieser Moment ist für die Angehörigen sehr schmerzhaft. Erstmals verschwindet der Sarg aus ihrem Blick und kommt dort an, wo er seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer spricht zunächst ein stilles Gebet am offenen Grab und wendet sich dann mit einem Schriftwort an die Trauergemeinde. Es folgt der dreimalige Erdwurf mit den Worten: Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub. In der Regel wird zudem das Vaterunser am offenen Grab gesprochen.

Totengedenken
Im nächsten, auf die Trauerfeier folgenden Sonntagsgottesdienst geschieht die Sterbeabkündigung. Im Beisein der versammelten Gottesdienstgemeinde wird der/des Verstorbenen gedacht. Zu diesem Gottesdienst sind die Angehörigen besonders eingeladen.
Am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, wird in einem besonderen Gottesdienst aller Verstorbener Gemeindeglieder des gesamten Kirchenjahres gedacht.


Bestattungsformen
· Erdbestattung
· Einäscherung
· Anonyme Bestattung

Fragen zur Bestattung