St. Johannis Braunschweig

Mit der Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft aufgenommen und erhält den Segen Gottes. Es entsteht ein Band, das Mensch und Gott miteinander verbindet.

Das wichtigste Element der Taufe ist das Wasser. Alles, was den Menschen von Gott trennt, wird mit der Taufe symbolisch abgewaschen. Dazu gießt die Pfarrerin oder der Pfarrer dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings und spricht: Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Wasser steht zudem dafür, dass der Täufling als Mensch des neuen Lebens in Verbindung zu Gott auftaucht.

In der evangelischen Kirche ist die Kleinkindertaufe am weitesten verbreitet. Da die Kinder den Glauben noch nicht selbst bekennen können, sprechen Patinnen oder Paten stellvertretend das Glaubensbekenntnis. Um getauft zu werden, brauchen Jugendliche oder Erwachsene keine Patin bzw. keinen Paten. Sie sprechen das christliche Glaubensbekenntnis selbst.

Eltern und Paten übernehmen mit der Taufe gemeinsam die Verantwortung für die christliche Erziehung des Kindes. Sie haben die Aufgabe ihrem Kind und Patenkind von Gott zu erzählen. Damit ermöglichen sie ihm, in die christliche Gemeinschaft hineinzuwachsen und im Vertrauen auf Gott zu leben. Da sich Paten verpflichten das getaufte Kind auch als Glied der Gemeinde Jesu Christi zu erziehen, müssen sie einer christlichen Kirche angehören. Die Taufordnung sieht vor, dass mindestens ein Pate bestellt werden soll. Bei zwei Paten muss mindestens einer der evangelischen Kirche angehören. Darüber hinaus können auch Glieder anderer christlicher Kirchen das Patenamt übernehmen.

Bei Kleinkindern erfolgt die Taufe auf Wunsch der Eltern oder der Sorgeberechtigten. Es genügt das Verlangen eines Elternteils oder eines Sorgeberechtigten, sofern der andere nicht widerspricht. Weil mit der Taufe die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession begründet wird, müssen sich konfessionsverschiedene Eltern hier für eine Konfession entscheiden: evangelisch oder katholisch. Diese Entscheidung soll aber nicht so verstanden werden, als wäre sie gegen die andere Konfession gerichtet. Auch der Ehepartner, in dessen Konfession das Kind nicht getauft wird, soll an der religiösen Erziehung teilnehmen und dabei einbringen, was ihm selbst an Glaube und Kirche wichtig ist.

Sollte kein Elternteil der Kirche angehören, kann die Taufe dennoch erfolgen, wenn die Eltern offen für eine christliche Erziehung ihres Kindes sind – zum Beispiel durch die Paten.

Checkliste Taufe